Was kostet die Wartung eines Feuerlöschers?

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Wenn du dich fragst, was die Wartung eines Feuerlöschers kostet, bist du hier genau richtig. Diese Information ist entscheidend für jeden, der für die Sicherheit in seinem Zuhause, seinem Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen verantwortlich ist und sicherstellen möchte, dass seine Brandschutzausrüstung jederzeit einsatzbereit ist. Die Kosten können variieren, aber das Verständnis der Faktoren, die sie beeinflussen, hilft dir, fundierte Entscheidungen zu treffen.

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Kostenfaktoren bei der Feuerlöscherwartung

Die Kosten für die Wartung eines Feuerlöschers werden von mehreren Faktoren beeinflusst, die du kennen solltest, um das Gesamtbild zu verstehen. Diese reichen von der Art des Feuerlöschers bis hin zur Häufigkeit der vorgeschriebenen Überprüfungen.

Art des Feuerlöschers

Es gibt verschiedene Arten von Feuerlöschern, und jede hat ihre eigenen Wartungsanforderungen. Die gebräuchlichsten Typen sind Pulver-, Schaum-, CO2- und Wasserlöscher. Die Komplexität der Mechanik und die Art des Löschmittels beeinflussen den Aufwand und damit die Kosten der Wartung.

  • Pulverlöscher: Diese sind weit verbreitet und oft kostengünstiger in der Wartung, da das Pulver relativ stabil ist. Die Hauptarbeiten umfassen die Überprüfung des Manometers, die Inspektion des Gehäuses und des Ventils sowie das Nachwiegen des Löschmittels.
  • Schaumlöscher: Hier muss zusätzlich die Qualität des Schaummittels überprüft und gegebenenfalls ergänzt oder ausgetauscht werden. Auch die Dichtheit des Systems ist kritisch.
  • CO2-Löscher: Diese erfordern eine besondere Handhabung aufgrund des gasförmigen Löschmittels. Die Wartung kann teurer sein, da oft eine Druckprüfung und eine Füllstandskontrolle durch Wiegen notwendig sind.
  • Wasserlöscher: Sie sind in der Regel am einfachsten und damit am günstigsten in der Wartung, da keine komplexen chemischen Reagenzien enthalten sind.

Wartungsintervall und -art

Gesetzliche Vorschriften und Normen schreiben regelmäßige Wartungen vor. Hierbei unterscheidet man in der Regel zwischen der Inspektion, der Wartung und der Überholung (Generalüberholung). Jede dieser Stufen ist mit unterschiedlichen Kosten verbunden.

  • Inspektion: Dies ist die einfachste Form der Überprüfung, meist jährlich durch den Betreiber oder eine beauftragte Person. Hierbei werden sichtbare Schäden, der Zustand des Manometers und die Zugänglichkeit geprüft. Die Kosten sind hierbei am geringsten, oft sind sie bereits im Kaufpreis enthalten oder fallen nur geringfügig an.
  • Wartung: Diese muss in der Regel alle 12 bis 24 Monate von einem Fachmann durchgeführt werden. Hierbei werden das Löschmittel überprüft, Dichtungen gewechselt und das Gerät gründlich gereinigt und getestet. Dies ist die häufigste Form der kostenpflichtigen Wartung.
  • Überholung (Generalüberholung): Diese ist in längeren Intervallen (oft 5 oder 10 Jahre, je nach Typ) erforderlich. Hierbei wird der Feuerlöscher komplett zerlegt, gereinigt, beschädigte Teile werden ersetzt und das Gerät einer Druckprüfung unterzogen. Dies ist die aufwendigste und teuerste Wartungsmaßnahme.

Anzahl der Feuerlöscher

Wenn du mehrere Feuerlöscher warten lassen musst, können die Gesamtkosten natürlich steigen. Allerdings bieten viele Wartungsdienste Rabatte für die Wartung einer größeren Anzahl von Geräten an einem Standort an. Die Anfahrtskosten werden dann auf mehr Geräte verteilt.

Standort des Wartungsdienstleisters

Die geografische Lage des Wartungsdienstleisters kann ebenfalls eine Rolle spielen. In Ballungszentren sind die Kosten für Dienstleistungen oft höher als in ländlichen Gebieten. Auch die Anfahrtskosten sind ein relevanter Faktor, besonders wenn du dich für einen Anbieter entscheidest, der nicht in unmittelbarer Nähe ansässig ist.

Zusätzliche Leistungen

Manchmal sind zusätzliche Leistungen wie die Beschriftung des Feuerlöschers mit Wartungsdatum, das Austausch von Ersatzteilen über die Standardwartung hinaus oder die Entsorgung alter Geräte mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Typische Kosten für die Feuerlöscherwartung im Überblick

Um dir eine konkrete Vorstellung zu geben, hier eine Übersicht über die üblichen Kosten, die bei der Wartung von Feuerlöschern anfallen können. Diese Preise sind Durchschnittswerte und können je nach den genannten Faktoren variieren.

Art der Leistung Durchschnittliche Kosten pro Feuerlöscher (netto) Typische Intervalle Beinhaltete Leistungen (exemplarisch)
Jährliche Inspektion (oft durch Betreiber) 0 € – 15 € (falls extern beauftragt) Jährlich Sichtprüfung, Manometer, Zugänglichkeit
Reguläre Wartung (durch Fachmann) 15 € – 40 € Alle 12 – 24 Monate Druckprüfung, Löschmittelprüfung, Reinigung, Dichtungsaustausch (Standard)
Überholung (Generalüberholung) 40 € – 100 €+ Alle 5 – 10 Jahre Komplette Zerlegung, Druckprüfung, Austausch aller Verschleißteile, neue Beschriftung
Füllung/Nachfüllung (z.B. CO2 nach Gebrauch) 20 € – 60 €+ Nach Bedarf/Gebrauch Neubefüllung mit Löschmittel, Dichtungsprüfung

Kostenunterschiede nach Feuerlöscher-Typ (Schätzung)

Es ist hilfreich, die Kosten für die reguläre Wartung (alle 1-2 Jahre) nach den gängigsten Feuerlöscher-Typen grob einzuordnen:

  • Wasser- und Schaumlöscher: Oft im unteren Preissegment der regulären Wartung, ca. 15 € – 30 €.
  • Pulverlöscher: Mittleres Preissegment, ca. 20 € – 35 €.
  • CO2-Löscher: Können im oberen Preissegment liegen, ca. 25 € – 45 €, bedingt durch die Druckprüfung und den Umgang mit dem Gas.

Gesetzliche Anforderungen und Normen zur Feuerlöscherwartung

Die Durchführung von Feuerlöscherwartungen ist nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch eine gesetzliche Verpflichtung. In Deutschland regeln verschiedene Normen und Vorschriften die Anforderungen an Brandschutz und die Instandhaltung von Feuerlöschern. Die wichtigsten Grundlagen sind:

  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): Diese Verordnung fordert, dass Arbeitsmittel, zu denen auch Feuerlöscher in Betrieben gehören, so instand gehalten werden müssen, dass sie sicher betrieben werden können. Dies schließt regelmäßige Prüfungen ein.
  • Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR) – ASR A2.2 „Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Feuer“: Diese Regel konkretisiert die Anforderungen der BetrSichV für Arbeitsstätten und gibt detaillierte Hinweise zu Art und Umfang der Instandhaltung von Feuerlöschern. Sie legt die Prüffristen fest.
  • Norm DIN 14406 „Feuerlöscher – Instandhaltung“: Diese Norm ist die zentrale technische Regel für die Wartung von Feuerlöschern in Deutschland. Sie beschreibt die verschiedenen Wartungsstufen (früher auch „Aufladung“, „Kontrolle“, „Inspektion“, „Wartung“, „Überholung“) und die jeweiligen Anforderungen. Aktuell spricht man von „Kontrolle“, „Wartung“ und „beseitigung von Mängeln“.

Die Einhaltung dieser Vorschriften ist unerlässlich, um im Brandfall die Funktionsfähigkeit der Geräte sicherzustellen und im Schadensfall rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Bei Nichteinhaltung können Bußgelder drohen.

Wer führt die Feuerlöscherwartung durch?

Die Wartung von Feuerlöschern darf nur von qualifiziertem Personal durchgeführt werden. Dies sind in der Regel:

  • Hersteller von Feuerlöschern
  • Fachbetriebe für Brandschutztechnik
  • Spezialisierte Dienstleister, die von den Herstellern autorisiert sind

Bei der Auswahl eines Dienstleisters solltest du darauf achten, dass dieser über die notwendigen Zertifizierungen und Erfahrungen verfügt und die Wartung nach den geltenden Normen durchführt.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Was kostet die Wartung eines Feuerlöschers?

Wie oft muss ein Feuerlöscher gewartet werden?

Die regelmäßige Wartung durch einen Fachmann muss in der Regel alle 12 bis 24 Monate erfolgen, abhängig vom Typ des Feuerlöschers und den spezifischen Vorschriften. Zusätzlich ist eine jährliche Kontrolle (oft durch den Betreiber) vorgeschrieben.

Ist die Wartung eines Feuerlöschers steuerlich absetzbar?

Für Unternehmen sind die Kosten für die Wartung von Feuerlöschern als betriebliche Ausgaben in der Regel steuerlich absetzbar. Für Privatpersonen ist dies in der Regel nicht der Fall, es sei denn, es handelt sich um die Absicherung eines Arbeitszimmers.

Was passiert, wenn ich die Wartung meines Feuerlöschers vernachlässige?

Die Vernachlässigung der Wartung kann dazu führen, dass der Feuerlöscher im Ernstfall nicht funktioniert. Dies kann nicht nur zu größeren Sachschäden und Gefahren für Leib und Leben führen, sondern auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, insbesondere für Betreiber von gewerblichen oder öffentlichen Einrichtungen.

Sind die Kosten für die Wartung für alle Feuerlöscher gleich?

Nein, die Kosten können je nach Typ des Feuerlöschers variieren. CO2-Löscher sind beispielsweise aufgrund der speziellen Handhabung und Druckprüfung oft teurer in der Wartung als Wasser- oder Schaumlöscher.

Muss ich auch bei unbenutzten Feuerlöschern eine Wartung durchführen lassen?

Ja, auch unbenutzte Feuerlöscher unterliegen den Wartungspflichten. Die regelmäßigen Überprüfungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass das Gerät im Notfall einsatzbereit ist. Das Löschmittel kann sich setzen, Dichtungen können altern, und das Manometer muss korrekt anzeigen.

Was versteht man unter einer „Überholung“ eines Feuerlöschers?

Eine Überholung ist eine umfassendere Wartung, die in längeren Intervallen (oft alle 5 bis 10 Jahre) durchgeführt wird. Dabei wird der Feuerlöscher komplett zerlegt, gründlich gereinigt, Verschleißteile werden ersetzt und das Gehäuse wird einer Druckprüfung unterzogen. Dies stellt sicher, dass der Löscher wieder über lange Zeit voll funktionsfähig ist.

Gibt es eine gesetzliche Pflicht zur Feuerlöscherwartung für Privathaushalte?

Für Privathaushalte gibt es keine explizite gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Wartung durch einen Fachmann im gleichen Umfang wie für gewerbliche Betriebe. Dennoch ist es aus Gründen der Sicherheit dringend empfohlen, auch private Feuerlöscher regelmäßig überprüfen zu lassen, um deren Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.

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