Du fragst dich, was das Befüllen eines Feuerlöschers kostet und welche Faktoren diesen Preis beeinflussen? Diese Informationen sind für jeden Hausbesitzer, Mieter, Gewerbetreibenden und alle, die für die Sicherheit von Personen und Sachwerten verantwortlich sind, von entscheidender Bedeutung, um unerwartete Kosten zu vermeiden und die vorgeschriebene Betriebsbereitschaft ihrer Löschanlagen sicherzustellen.
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Kostenübersicht für das Befüllen von Feuerlöschern
Die Kosten für das Befüllen eines Feuerlöschers können stark variieren und hängen von mehreren Schlüsselfaktoren ab. Im Durchschnitt kannst du mit Kosten zwischen 30 und 150 Euro pro Feuerlöscher rechnen. Diese Spanne ergibt sich aus den unterschiedlichen Löscherarten, den benötigten Löschmitteln, dem Aufwand für die Prüfung und der Qualifikation des Fachbetriebs. Generell ist das Befüllen günstiger als der Neukauf eines Geräts, besonders bei größeren oder speziellen Löschertypen.
| Kategorie | Kostenbereich (geschätzt pro Stück) | Beschreibung |
|---|---|---|
| Pulverlöscher (6 kg) | 30 – 60 Euro | Gängiger Löscher für Haushalt und Büro, Befüllung mit Löschpulver. |
| Schaumlöscher (6 L) | 50 – 90 Euro | Effektiv bei Bränden der Klassen A und B, Befüllung mit Wasser-Schaum-Gemisch. |
| CO2-Löscher (5 kg) | 60 – 120 Euro | Ideal für elektrische Anlagen, Befüllung mit Kohlendioxid. |
| Speziallöscher (z.B. Fettbrandlöscher) | 70 – 150 Euro | Erfordert spezielle Löschmittel und Know-how, z.B. für Küchenbrände Klasse F. |
| Servicegebühr und Prüfung | 15 – 30 Euro | Beinhaltet die Wartung, Dichtheitsprüfung und das Siegel der Konformität. |
Faktoren, die die Kosten für das Befüllen beeinflussen
Wenn du die Kosten für das Befüllen eines Feuerlöschers ermittelst, solltest du die folgenden wesentlichen Einflussfaktoren berücksichtigen:
- Art des Feuerlöschers: Jeder Löscher verwendet ein anderes Löschmittel und ist für spezifische Brandklassen konzipiert. Die Beschaffung und Handhabung der Löschmittel variiert im Preis. Ein Pulverlöscher ist in der Regel kostengünstiger im Unterhalt als ein CO2-Löscher.
- Löschmittel: Die Kosten des reinen Löschmittels sind ein signifikanter Teil der Gesamtkosten. Teure Spezialpulver oder Schaummittel treiben den Preis in die Höhe. Der Preis für Löschpulver ist meist niedriger als für flüssige Löschmittel.
- Größe und Kapazität des Löschergeräts: Größere Feuerlöscher benötigen mehr Löschmittel und daher höhere Kosten für das Nachfüllen. Ein 6-kg-Pulverlöscher ist im Unterhalt günstiger als ein 12-kg-Modell.
- Prüfung und Wartung: Das reine Befüllen ist nur ein Teil des Services. Eine fachgerechte Prüfung nach DIN EN 3 und gegebenenfalls die Wartung von Dichtungen oder Ventilen sind obligatorisch und werden in den Gesamtkosten berücksichtigt. Diese Prüfungen sind essentiell für die Betriebsbereitschaft.
- Fachbetrieb und Standort: Die Preise können regional variieren. Spezialisierte Betriebe, die nach DIN zertifiziert sind und über das nötige Know-how verfügen, können höhere Preise verlangen als allgemeine Dienstleister. Hole dir Angebote von mehreren zertifizierten Anbietern ein.
- Zustand des Feuerlöschers: Bei der Prüfung kann festgestellt werden, ob weitere Reparaturen am Gerät notwendig sind. Beschädigte Behälter, Ventile oder Schläuche müssen ausgetauscht werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Manchmal lohnt sich dann der Neukauf eines Geräts.
Unterschiedliche Löscherarten und ihre Befüllungskosten
Die Kosten für das Befüllen unterscheiden sich signifikant je nach der Art des Feuerlöschers, den du hast. Hier eine detailliertere Betrachtung:
Pulverlöscher
Pulverlöscher sind weit verbreitet und zeichnen sich durch ihre universelle Einsetzbarkeit bei verschiedenen Brandklassen aus (A, B, C und oft auch D). Die Befüllung erfolgt mit einem feinen Löschpulver, das chemisch und physikalisch die Verbrennung unterbricht. Die Kosten für das Befüllen eines typischen 6-kg-Pulverlöschers liegen meist im Bereich von 30 bis 60 Euro. Größere Modelle können entsprechend teurer sein. Die Pulvermenge ist hier der entscheidende Kostenfaktor.
Schaumlöscher
Schaumlöscher sind besonders effektiv bei Bränden der Klassen A (feste Stoffe) und B (flüssige Stoffe). Sie hinterlassen nach der Anwendung eine Löschdecke, die das erneute Entzünden verhindert. Das Befüllen beinhaltet die Zugabe von Wasser und einem speziellen Schaumbildner. Die Kosten hierfür liegen tendenziell etwas höher als bei Pulverlöschern und bewegen sich für ein 6-Liter-Gerät typischerweise zwischen 50 und 90 Euro. Die Qualität des Schaumbildners spielt eine Rolle.
CO2-Löscher (Kohlendioxidlöscher)
CO2-Löscher sind die erste Wahl für den Einsatz in Bereichen mit empfindlichen Geräten, wie beispielsweise Serverräumen oder elektrischen Anlagen, da sie keine Rückstände hinterlassen. Sie sind effektiv bei Bränden der Klassen B und E (elektrische Brände). Die Befüllung mit flüssigem Kohlendioxid ist technisch anspruchsvoller und die Kosten hierfür sind höher. Rechne für einen 5-kg-CO2-Löscher mit Kosten zwischen 60 und 120 Euro. Die Kosten für das flüssige CO2 selbst sind ebenfalls höher als bei anderen Löschmitteln.
Fettbrandlöscher (Klasse F)
Speziell für Küchenbrände mit brennenden Speiseölen oder Fetten (Klasse F) gibt es Fettbrandlöscher. Diese sind mit einem speziellen Lösemittel ausgestattet, das eine saponifizierende Wirkung hat, also das brennende Fett umwandelt und so die Brandreaktion stoppt. Das Befüllen dieser Speziallöscher ist oft teurer und kann zwischen 70 und 150 Euro oder mehr kosten, da das Lösemittel und die spezielle Konstruktion des Geräts aufwendiger sind.
Der Serviceablauf: Was passiert beim Befüllen?
Das Befüllen eines Feuerlöschers ist mehr als nur ein einfaches Nachfüllen. Ein zertifizierter Fachbetrieb führt in der Regel folgende Schritte durch:
- Äußere Sichtprüfung: Der Behälter wird auf Korrosion, Beulen oder andere Beschädigungen untersucht.
- Demontage und Reinigung: Das Gerät wird zerlegt, die alten Löschmittelreste entfernt und der Behälter gereinigt.
- Dichtheitsprüfung: Mit Druckluft wird geprüft, ob das Gehäuse dicht ist.
- Prüfung der Armaturen: Ventil, Schlauch und Düse werden auf Funktion und Beschädigungen kontrolliert.
- Befüllen: Der Feuerlöscher wird mit dem vorgeschriebenen Löschmittel gemäß Herstellerangaben und Normen befüllt.
- Aufpumpen und Druckprüfung: Der Löscher wird mit dem korrekten Betriebsdruck befüllt und die Druckfestigkeit überprüft.
- Kontrolle des Treibmittels: Bei Aufladelöschern wird zusätzlich das Treibgas (z.B. Stickstoff) auf den korrekten Druck geprüft.
- Anbringen des Prüfsiegels: Nach erfolgreicher Prüfung und Befüllung wird ein neues Prüfsiegel angebracht, das das Datum der nächsten Prüfung angibt.
- Dokumentation: Die durchgeführte Wartung wird in einem Protokoll festgehalten.
Diese umfassende Prüfung gewährleistet, dass dein Feuerlöscher im Ernstfall einsatzbereit ist und die geltenden Sicherheitsvorschriften erfüllt.
Gesetzliche Vorschriften und Normen
Feuerlöscher unterliegen strengen gesetzlichen Vorschriften und Normen, um ihre Zuverlässigkeit im Brandfall zu gewährleisten. Die regelmäßige Wartung und das Befüllen sind nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch oft gesetzlich vorgeschrieben, insbesondere für gewerblich genutzte Gebäude und Arbeitsstätten. Die wichtigsten Normen in Deutschland sind die DIN EN 3 (tragbare Feuerlöscher) und die daraus abgeleiteten Richtlinien wie die ASR A2.2 (Technische Regeln für Arbeitsstätten). Die Einhaltung dieser Normen wird durch die Prüfsiegel der Fachbetriebe bestätigt.
Wann ist das Befüllen des Feuerlöschers notwendig?
Es gibt klare Anlässe, bei denen ein Feuerlöscher aufgefüllt werden muss:
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- Nach jeder Benutzung: Auch wenn nur ein kleiner Teil des Löschmittels entnommen wurde, muss der Löscher danach professionell neu befüllt und geprüft werden.
- Gemäß Wartungsintervall: Feuerlöscher müssen regelmäßig gewartet werden. Die Intervalle sind in der DIN 14406 Teil 4 festgelegt und betragen in der Regel alle zwei Jahre für die Inspektion und alle fünf bzw. zehn Jahre für die grundlegende Überholung, je nach Löscherart.
- Bei Auffälligkeiten: Wenn das Manometer (falls vorhanden) Anzeichen von Druckverlust zeigt oder du andere Beschädigungen am Gerät feststellst, sollte sofort ein Fachmann aufgesucht werden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Was kostet das Befüllen eines Feuerlöschers?
Was ist die häufigste Brandklasse, die ein Feuerlöscher abdecken muss?
Für den privaten Bereich ist die Abdeckung der Brandklassen A (feste Stoffe), B (flüssige Stoffe) und C (gasförmige Stoffe) am wichtigsten. Viele Universal-Pulverlöscher decken diese Klassen ab. Für die Küche sind zusätzlich Geräte der Klasse F (Speiseöle und -fette) empfehlenswert.
Muss ich den Feuerlöscher zur Wartung einschicken lassen?
Nein, in der Regel kommt ein mobiler Service zu dir, sei es nach Hause oder in dein Unternehmen. Einige Spezialbetriebe bieten auch die Möglichkeit, die Feuerlöscher abzugeben und später wieder abzuholen.
Kann ich einen Feuerlöscher selbst befüllen?
Auf keinen Fall. Das Befüllen und Warten von Feuerlöschern ist eine Aufgabe für zertifizierte Fachbetriebe. Unsachgemäßes Befüllen birgt erhebliche Sicherheitsrisiken und kann zum Versagen des Geräts im Ernstfall führen. Zudem erlischt dadurch die Zulassung und die Konformität mit den Normen.
Was bedeutet das Prüfsiegel auf dem Feuerlöscher?
Das Prüfsiegel eines zertifizierten Fachbetriebs bestätigt, dass der Feuerlöscher nach den geltenden Normen geprüft, gewartet und befüllt wurde. Es gibt auch das Datum an, bis zu dem der Löscher in gutem Zustand ist und wann die nächste Prüfung fällig ist.
Wie lange dauert es, einen Feuerlöscher befüllen zu lassen?
Der eigentliche Befüllvorgang dauert pro Gerät meist nur wenige Minuten. Mit Anfahrt, Prüfung und Dokumentation solltest du jedoch je nach Anzahl der Geräte und Auslastung des Betriebs mit einer Stunde oder mehr rechnen. Bei mobilen Services ist die Wartezeit vor Ort.
Sind die Kosten für das Befüllen immer gleich bei einem Anbieter?
Die Preise können je nach Betrieb, Region und den spezifischen Anforderungen des Feuerlöschers leicht variieren. Es empfiehlt sich immer, mehrere Angebote von zertifizierten Betrieben einzuholen, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
Was passiert, wenn mein Feuerlöscher irreparabel beschädigt ist?
Wenn bei der Wartung festgestellt wird, dass der Feuerlöscher größere Schäden aufweist (z.B. Korrosion am Behälter), kann es sein, dass eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich oder sicher ist. In diesem Fall wird dir der Fachbetrieb zum Neukauf eines Geräts raten. Die Kosten für die Fehlersuche werden dir meist trotzdem berechnet.